Clubfahrt
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In einer Gruppe von 29 Mitgliedern, Familienangehörigen und Freunden der TFS fuhren wir für eine Woche Non-Limit-Tauchen in Nordspanien ans Mittelmeer. Ziel war die Tauchbasis Eden Roc in Sant Feliu de Guixols in der Provinz Gerona/Girona. Am Samstag, den 12. Oktober trudelten wir nach und nach mit Autos vor Ort ein, andere testeten eine bekannte Billigfluglinie und kamen per Flugzeug und Mietwagen schon am Freitag oder auch am Samstag an. Der überwiegende Teil wurde im Hotel Eden Roc untergebracht und zwei Familien hatten sich in das gegenüber liegende Appartement Mamichou eingemietet. Dort gab es eine ideale Terrasse, wo wir uns abends öfters zusammen setzten.
Die Tauchbasis und der Tauchplatz liegen wunderschön, direkt in der Anlage des gleichnamigen Hotels, sodass auch die Nichttaucher unter uns keine Langeweile bekamen.
Das Organisatorenteam hatte eine Woche perfektes Wetter bestellt und ich sach nur: "Wenn Engel reisen...". Tagestemperaturen von 23°C bis 26°C im Schatten und überwiegend strahlend blauer Himmel boten ideale Bedingungen. Selbst der Pool im Hotel konnte von Mutigen genutzt werden. An den Abenden konnte man teilweise bis spät in die Nacht im T‑Shirt draußen sitzen (na ja, nicht alle, die Weicheier unter uns haben dann doch irgendwann die Strickjacken rausgeholt).
Die ganz Ungeduldigen gingen schon direkt am Samstag in die Fluten, die übrigen ruhten sich erstmal von der Anreise aus.
Getaucht wurde in kleinen Gruppen direkt von Land aus meist zweimal am Tag.
Das Hausriff mit seinen Canyons, Höhlen und Steilwänden bietet genug für abwechslungsreiche Tauchgänge.
Ein Modell des Tauchgebietes half sehr gut bei der Vor- und Nachbereitung von Tauchgängen.
Da die meisten von uns auch regelmäßig in unseren heimischen Gewässern tauchen, waren alle über das Angebot an Fischen und anderen Unterwasserlebewesen wie Tintenfischen, Meeraalen, Langusten usw. begeistert.
Die Sichtweiten unter Wasser waren bedingt durch das teilweise stürmische Wetter nicht optimal aber immer noch toll. Der Einstieg stellte sich zeitweise recht anstrengend dar, man musste schon die richtige Welle erwischen, um elegant ins Wasser zu gleiten. Die Dünung war bis in ca. 15m Wassertiefe noch spürbar. In den Canyons gab es unterschiedlich starke Strömung meist in Richtung West/Ost. Im Strömungsschatten konnte man aber trotzdem entspannte Tauchgänge unternehmen.
In einer Spalte über Höhle 1 (für Insider) lag die ersten Tage ein Conger, irgendwann war er weg.
Später sahen ihn einige von uns wieder an anderer Stelle frei schwimmen und Peter behauptete, der Conger habe eine Schweißerbrille getragen und sei auf dem Heimweg vom Augenarzt gewesen, der ihn wegen Schädigungen von ständigen Fotoblitzen behandelt habe.
Zu jedem Unterwassertrip zwängten wir uns sich in die engen Schläuche, die wegen der kurzen Tauchpausen nie trocken wurden. Bedingt durch die doch anstrengende Fortbewegung gegen zum Teil vorhandene relativ starke Strömungen, ergaben sich dabei interessante „menschliche“ Gerüche in den Anzügen. Sigrid schlug scherzhaft vor, die Anzüge doch mal von Teilnehmern eines zeitgleich im Hotel stattfindenden europäischen Kongresses von Mikrobiologen untersuchen zu lassen. Na ja, wir haben's doch sein gelassen.
In den Tauchpausen wurde in der Sonne gedöst, gefachsimpelt oder vom letzten Stickstoffumtrunk geschwärmt. Wie Männer eben so sind, gab's auch die eine oder andere toll sachlich geführte politische Diskussion, wobei wir zu dem Schluss kamen, dass wir, die wir es uns leisten konnten, hier in der Sonne zu liegen, uns wohl nicht direkt beschweren sollten.
An den Abenden ergab sich genug Zeit für gesellige Runden beim Abendessen in verschiedenen Lokalen im Ort, der angenehm zu Fuß erreicht werden kann.
Eine Gruppe nutzte auch einen Nachmittag für einen Ausflug in das ca. 100 km entfernte Museum des einheimischen Künstlers Salvador Dali.
Über die Tauchbasis kann man sicher auch Kritisches Schreiben, so hatten wir, zu Haus angekommen, alle Wasser in unseren Pressluftflaschen (so etwas sollte eigentlich nicht passieren). Ein größeres Spülbecken mit Süßwasser für die Ausrüstung und ein getrenntes Becken für die Lungenautomaten wäre begrüßenswert. Alles in allem sind wir aber doch recht gut klar gekommen.
Nach einer erlebnisreichen Woche traten wir am darauf folgenden Samstag wehmütig wieder den Heimweg an, sicher, die letzten so warmen Sonnestrahlen dieses Jahres hinter uns zu lassen.
Wir freuen uns alle schon wieder auf die nächste gemeinsame Fahrt.
Eine freie Bildersammlung findest du hier.
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Gruß Rainer Moos
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