Bergseetauchen
vom Allgäuer Taucherhof 2005

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Am 1. September 2005 machten wir uns auf, wieder mal die Bergseen in Österreich in der Nähe von Reutte in Tirol taucherisch zu erkunden.
Wir, das waren Marita und Uwe, Tatjana und Matthias, Ulrike und Klaus, Christa und Stefan, Gerlinde und Rainer, Burckhard, Eva, Torsten , Michell, Günter, Jürgen, Rolf, Wulf, Rolf und Breitenbach.
Ein Teil von uns hatte eine solche Tour
schon mal gemacht und so hatten wir wieder den Allgäuer Taucherhof in Aitrang im
Ostallgäu als Basislager gebucht.

Da dort nur 18 Schlafplätze zur Verfügung stehen, mussten Rolf und Uwe in einer nahe gelegenen Pension untergebracht werden. Sie wurden deshalb auch dann die "Heimschläfer" genannt. Gefrühstückt wurde jedoch zusammen im Taucherhof.
Harald Zeller hat den Betrieb des
Taucherhofes zwischenzeitlich an Marion und Thomas abgegeben. Thomas und Helmut
(ein alter Freund und Tauchkollege von Harald) fahren die Kleinbusse und bringen
die Taucher in die österreichischen Berge. Marion sorgt für das leibliche Wohl
beim Frühstück oder beim gemeinsamen Grillen oder "Essen vom heißen Stein".
Wir waren etwas verunsichert ins Allgäu gefahren, nachdem doch in den letzten Wochen extreme Regefälle in der dortigen Region und in den Nordalpen zu riesigen Überflutungen geführt hatten. Wir rechneten also damit, dass die Sichtweiten in den Bergseen nicht so toll sein würden wie Verschiedene von uns es schon erlebt hatten. Unsere Befürchtungen wurden jedoch noch übertroffen aber dazu später.
Am Ankunftstag konnten wir den so
genannten Haussee genießen. Es handelt sich dabei um einen kleinen Teich etwas
außerhalb von Aitrang, der von den Einheimischen als Badesee genutzt wird. Ein
paar von uns nahmen die Gelegenheit war und machen den ersten "Tauchgang".
Andere genossen die Sonne oder gingen zum Baden.
Unsere erste Tour sollte uns dann nicht wie erwartet in die Berge führen. Thomas erklärte uns, dass wir lieber noch eine Tag warten sollten. Vom Plansee war telefonisch herunter gemeldet worden, dass es besser werde. So wurde die angebliche Normalplanung umgestellt und wir fuhren über Land zum Ilsesee in der Nähe von Augsburg.
Wir waren alle sehr enttäuscht und auch ein Wenig verärgert. Es bestand vor Ort keine Gelegenheit, die Flaschen zu füllen und so musste der zweite Tauchgang mit nur teilweise vollen Flaschen absolviert werden. Nun ja, die Tauchgänge gingen zwar nicht tief runter, waren aber trotzdem im Nachhinein die besten der ganzen Tour.
Es gab unter Wasser einen sehr schönen Bewuchs und so konnten wir zwischen den Pflanzen immer wieder sehr schön die Hechte stehen sehen. Das Überströmen der Flaschen über Mittag gestaltete sich doch wie erwartet recht mühsam und es wurden eigentlich keine Flaschen mehr richtig voll.
Der nächste Tag führte uns dann doch über
die Grenze zum Plansee. Auf dem Weg dorthin konnten wir sehr eindrucksvoll
sehen, was die extremen Regenfälle der letzten Wochen angerichtet hatten.
Überall waren Muren (Schlamm- und Gerölllawinen) abgegangen und hatten auch an
verschiedenen Stellen Straßen unpassierbar gemacht. So waren auch deutlich zu
erkennen, solche Muren auch in den Plansee geströmt. Das ließ uns nichts Gutes
erahnen.
Einige von uns, die schon mal hier waren, hatten uns von traumhaften Sichtweiten vorgeschwärmt. Doch was uns dann unter Wasser erwartete, übertraf die schlimmsten Befürchtungen noch bei Weitem. Die Sicht betrug so ziemlich NULL. Einer aus unserer Gruppe kam nach wenigen Minuten wieder an die Oberflächen und brüllte aus voller Brust: "So eine SCH... !". Wir absolvierten trotzdem einen halbwegs kompletten Tauchgang und fuhren nachmittags dann weiter zum Urisee, wo die Sicht dann zwar deutlich besser war aber auch nicht weit über drei Meter hinaus ging.
Am dritten Tag ging's dann zum Frauensee
und nach einer ausgiebigen Mittagspause in einem schönen Restaurant sollte die
Tour mit tatsächlichen Traumsichtweiten abgeschlossen werden. Der Leschausee ist eigentlich eine
Grundwasseraufstauung des nahegelegenen Flusses Leschau. Das Wasser ist wirklich
absolut klar und man kann viele Meter weit sehen. Nur in Tiefe geht die Sicht
maximal fünf Meter weit. Das hat aber einen einfachen Grund, der See ist nur
maximal FÜNF Meter tief.
Unterm Strich war die Tour taucherisch eine absolute Enttäuschung. Als Vereinsfahrt war es trotzdem toll. Wir haben das doch recht schöne Wetter genossen und abends gemütlich zusammen gesessen und uns eine schöne Zeit gemacht.
Ein paar weiter Eindrücke findet Ihr hier

Dieser Artikel erschien dazu in der lokalen Presse.
Euer Rainer.
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