Druckkammerfahrt 2001

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                      Druckkammerfahrt vom 27. April 2001

Endlich hatten wir einen Termin gefunden, an dem 12 Taucher Zeit hatten. Nach einigen Anfahrtsproblemen ( einige von uns dachten, sie befänden sich in Linz) erreichten alle das Ziel: Die Druckkammer in Sankt Augustin in der Nähe von Siegburg.
Nachdem uns der leitende Arzt eingewiesen hatte und wir alle in der u-bootähnlichen Röhre Platz genommen hatten, konnte es losgehen.
Die Tauchcomputer waren sicher in Wassereimern verstaut und auf jedem Platz befand sich ein Luftballon, der die Druckzu-  bzw. -abnahme demonstrieren sollte.

In der Kammer befand sich eine Anzeige für die Tiefe, Uhrzeit, Temperatur und den Druck.
Außerdem war die Druckkammer für dringende Notfälle (Hunger/ Durst) mit Wasser, Kaugummis und Schokoküssen ausgerüstet.
Interessant wurde es ab einer Tiefe von 30 Metern, als sich unsere Stimmen durch den Druck zu Mickymaustönen verwandelten und ab 40 Metern waren wir eine tiefenberauschte kichernde und durch die Kompressionshitze rotangelaufene Gesellschaft, die sich an hochintelligenten Tests maß.
Eine der größten Herausforderungen war das 10!-teilige Puzzle, das zu einer unbestreitbaren Aufgabe wurde.
Einige von uns fingen an die zusammengeschrumpften Schokoküsse zu vertilgen und matschten sich mit Schokolade voll.
Natürlich wurden diese peinlichen Momente gefilmt, so daß uns der Tiefenrausch, den jeder von uns spätestens auf der Maximaltiefe von 50 Metern spürte, noch länger im Gedächtnis bleiben wird.
Wer die 30 Mark für die Fahrt sparen will und trotzdem wissen will, wie sich ein Tiefenrausch anfühlt, der sollte eine Flasche Schnaps  alleine trinken.
Der Spaß dabei ist aber unbezahlbar, denn wer hat schon einmal im Vollrausch und mit Mickeymausstimme aus der Druckkammer seine Familie angerufen?!
Da manche von uns in 50 Metern Tiefe Luftballons aufgeblasen hatten, mussten wir uns beim Aufstieg mit den, durch die Druckabnahme, größer werdenden Ballons herumschlagen, da niemand den Knall aus nächster Nähe hören wollte.
Ernüchtert, müde und frierend, aber glücklich kamen wir an der „Oberfläche“ an.
Anschließend haben ein paar von uns noch den dortigen Chinesen besucht, nachdem sämtliche Unterschriften im Logbuch untergebracht waren.
Insgesamt waren wir ca. eineinhalb Stunden in der Druckkammer und hatten die Möglichkeit mehr über Behandlungsmethoden in diesem Bereich zu erfahren, da der Druckkammerleiter uns begleitete.
Diese Fahrt war nicht nur ein großer Spaß, sondern hat uns auch demonstriert, wir gefährlich ein Tauchgang auf 50 Metern sein kann.
Nicht einer von uns kann von sich behaupten keinen Tiefenrausch erlitten zu haben.
Ich denke, ich werde demnächst noch mal eine Druckkammerfahrt organisieren, die bestimmt nicht weniger lustig wie die erste wird.

Gruß Sabine Wilms

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